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Dein freiwilliges soziales Jahr an unserer Schule!

Zum Schuljahr 2020/2021 suchen wir einen Freiwilligen/eine Freiwillige für ein freiwilliges soziales Jahr!

Bei Interesse kontaktiere uns unter der folgenden Telefonnummer: 02391/ 50987.

 

 

Hier findest du einen Bericht von Luisa Kirchhoff. Sie arbeitete als FSJlerin im Schuljahr 2019/2020 an unserer Schule.

Mein FSJ an der Geschwister-Scholl-Realschule in Plettenberg

Am 01.10.2019 startete mein freiwilliges soziales Jahr an der GeschwisterScholl- Realschule in Plettenberg. Nach einem Hospitationstag, kurz nach den Sommerferien, entschied ich mich für das Jahr an der GSR. Hier durfte ich meine zukünftigen Ansprechpartner bei ihrem Tag begleiten.

Meine Aufgaben bestanden darin, die internationale Klasse sowie die Kinder im Lernbüro zu unterstützen. Das bedeutet, ich beschäftigte mich besonders mit den Schülern, die mehr Förderung brauchten als andere.

In dem sogenannten Lernbüro ist es so, dass die Schüler ganz individuell arbeiten, d.h. sie haben auf sich abgestimmtes Material und arbeiten bedürfnisorientiert. Ich stand den Kindern bei der Bearbeitung der Aufgaben zur Seite und unterstützte sie bei ihren Fragen.

In der internationalen Klasse ist es so, dass dort Schüler aus den unterschiedlichsten Ländern und Altersstufen aufeinandertreffen. Hier findet hauptsächlich Frontalunterricht statt. Am Anfang eines neuen Themas erarbeiten die Kinder gemeinsam eine Wortschatzliste, d.h. wir sammeln Begriffe, die zu diesem Thema passen und später gibt es verschiedene Aufgaben dazu. Da die Schüler zum Teil auf einem unterschiedlichen Stand sind, ist es wichtig, dass es individuelle Aufgaben gibt. Die Schüler, die der Sprache noch nicht so mächtig sind, fangen oft mit kleinen Sätzen an und die Schüler, die schon weiter sind, schreiben kleine Geschichten. Meine Aufgabe war es dabei, den Kindern zu helfen und ihre Fehler zu verbessern. Allerdings wurde sich nicht nur mit dem Unterrichtsfach Deutsch sondern ebenfalls mit dem Fach Mathematik beschäftigt. Es wurde geschaut was die Kinder schon können und was noch aufgearbeitet werden muss.  Manchen von ihnen fehlt eine schulische Grundausbildung und somit viel Unterrichtsstoff. Ich half den Kindern dabei, die mathematischen Grundkenntnisse zu erlernen.

Eine weitere Aufgabe von mir war es, ausgewählten Kindern eine gewisse Einzelförderung zu bieten. Bei dieser Einzelförderung ging es darum, mit dem Schüler, die bereits erlernten Deutschkenntnisse zu vertiefen. Wir haben in dieser Zeit viel gelesen, um dem Wortschatz des Schülers zu erweitern. Außerdem habe ich die bereits aufgefallenen Schwierigkeiten wie z.B. im Bereich Grammatik versucht aufzuarbeiten.

Hinzu kam, dass ich zusätzlich im Regelunterricht in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 eingesetzt wurde. Ich unterstützte dabei unterschiedliche Schüler bei ihren individuellen Defiziten.

Die Hausaufgabenbetreuung war ein weiterer Aufgabenbereich von mir. Ich begleitete eine von vier Gruppen und half den Kindern bei ihren Hausaufgaben. Sobald ein Großteil der Kinder ihre Aufgaben erledigt hatten, ging ich mit ihnen in die Mensa oder auf den Schulhof. So wurden die restlichen Kinder, die noch nicht fertig waren, nicht gestört. Dort spielten oder unterhielten wir uns.

Ein besonderes Highlight in meinem freiwilligen Jahr war der Ausflug nach Dortmund in die Synagoge mit der Jahrgangsstufe 9. Gemeinsam mit drei Kollegen fuhren wir noch Dortmund und hatten einen unvergesslichen Tag. Mir wurde viel Verantwortung zugetragen, da wir mit dem Zug nach Dortmund gefahren sind und ich die Leitung einer Klasse übernehmen durfte.

Rückblickend halte ich fest, dass dieses Jahr eine sehr spannende und aufregende Zeit war. Ich habe viel über mich selbst gelernt und mich persönlich weiterentwickelt. Besonders viel Freude hatte ich daran, zu sehen, wie schnell die Kinder, besonders aus der internationalen Klasse, Fortschritte machten. Außerdem habe ich mich an der Realschule sehr aufgenommen gefühlt, die Kollegen waren von Anfang an sehr freundlich, haben mich bei meiner täglichen Arbeit unterstützt und mir viel Freiraum in Bezug auf die Arbeit mit den Kindern gelassen.

Luisa Kirchhoff

Verfasst am 13.06.2020